Zwei Wochen vor den Ferien fand an unserer Schule nach einer längeren Pause mal wieder eine Projektwoche statt. Das übergeordnete Thema lautete „Nachhaltigkeit“ und die Vielfalt der Beiträge und Projekte war beeindruckend. Wir berichten daher an dieser Stelle von einige der Projekte.

Projekt „Brot“

Einige Schüler der Klassen 5 – Q1 haben sich entschlossen am Projekt Brot teilzunehmen. Und nein – es ging nicht nur darum, Brot zu backen. Es ging um noch viel mehr, z.B. die um die Fragen: Wie wird Brot hergestellt? Was ist eigentlich gutes Brot? Warum schmeckt Schwarzbrot anders als Weißbrot? Ist Brot überhaupt gesund?

Mittwochmorgen, 05.07.2017, 09:00 Uhr. Die Schüler warten schon, gespannt auf die nächsten Tage, im Chemieraum. Na ja –  wenn sie ihn überhaupt gefunden haben… Gegen 09:10 Uhr waren alle anwesend, es konnte losgehen! Zuerst erklärte Frau Nöth uns alles. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und durften dann drei verschiedene Brotsorten probieren und preislich einstufen. Dabei haben wir alle das mittlere und das günstige Brot vertauscht. Ob ihr es glaubt oder nicht – Weißbrot schmeckt fast nach nichts, riecht fast nach nichts, ist aber doppelt so teuer wie dunkles Brot. Wir alle waren überrascht. Als nächstes verteilte Frau Nöth verschiedene Brotrezepte. Wir durften uns eins aussuchen und es selbst backen. Bei den einen ging das mehr, bei den anderen weniger gut. Sagen wir es so – einige hatten vergessen das Brot aufgehen zu lassen und am Ende erinnerte es mehr an etwas missratene Pfannkuchen als an Brot! Geschmeckt haben sie uns trotzdem alle. Nach einer kurzen Pause überlegten wir uns Fragen für eine Umfrage, die wir durchführen würden, und planten den restlichen kommenden Tag und auch das, was wir unseren Mitschülern am Samstag präsentieren wollten. Wir waren alle gespannt, aber zuerst ging es ab nach Hause.

Projekt „Brot“

Projekt „Aus Alt mach‘ Neu!“

Wer kennt das nicht: Man hat viel Müll zu entsorgen, aber man hat keine Lust … Unsere Projektgruppe hat aus all dem Müll mit ein bisschen Kreativität und Kleber etwas Neues und Nützliches geschaffen! Und das ging viel einfacher als gedacht und sah am Ende richtig gut aus.

Am ersten Tag haben wir aus Zeitungspapier Körbe geflochten. Diese Papierkörbe sind stabil, nützlich und einfach zu machen. Aus alten T-Shirts wurde außerdem stylische Taschen geschnitten. Zusätzlich haben wir aus Toilettenpapierrollen Geschenkboxen gebastelt und sie mit Stoff oder Farbkasten farbenfroh gestaltet.

An zweiten Tag haben wir aus Tetra-Packs (z. B. Milchverpackungen oder Safttüten) Portemonnaies gebastelt, sie mit Stoff umhüllt und Druckknöpfe angebracht – und fertig waren unsere tollen Portemonnaies. Aus alten Chips- oder anderen Süßigkeitenpackungen wurden coole Mäppchen. Tipps dazu, wie man solche Geldbörsen oder auch Stiftemäppchen aus Chipstüten oder Schokoladenpapier gestaltet, findet man ganz leicht bei „youtube“. Dazu haben wir Marmeladengläser oder kleine Glasflaschen für Milch oder Saft gestaltet, ein Loch in den Deckel gebohrt und einen Strohhalm reingesteckt. Außen wurden die Gläser bemalt oder mit Serviettenmotiven beklebt – fertig war ein perfekter Trinkbecher für den Sommer, ohne dass sich lästige Insekten ins Glas verirren können!

Am letzten Tag haben wir alte, platte Fußbälle zu Blumentöpfen verwandelt, außerdem kleinere Blumentöpfe aus Konservendosen, die mit Stoff und Schleifenband oder Bordüren beklebt wurden, hergestellt. Zum Schluss wurden noch Bilderrahmen gestaltet, aus denen das Glas entfernt wurde, so dass die Innenseite mit Stoff und Bändern bespannt werden konnte. Diese Rahmen eignen sich ideal als Foto- oder Pinnwände oder zum Befestigen von Haarspangen, Ohrringen oder anderem Kleinkram.

Es habt alles sehr viel Spaß gemacht und man hat viel gelernt. Also: Schmeiß deinen Müll nicht grundsätzlich weg, sondern sei kreativ! Denn mit ein bisschen Fingerfertigkeit kannst du daraus manchmal richtig tolle Sachen machen!

(Text von Asude, 8b)

Aus Alt mach‘ Neu!

Aus Alt mach‘ Neu!

Projekt „Fotographie und Filme erstellen“

Es war sehr aufwendig anhand Fotos einen Film zu erstellen und dies vor allem, weil man innerhalb einer Sekunde zehn Bilder ausfnehmen musste. Wenn man die Fotos für ein Video aufnimmt, sollte man beachten, dass man z.B. das Kamerastativ/den Selfiestick irgendwo in der passenden Position platziert, weil man ansonsten schon die kleinsten Bewegungen der Kamera oder des Handys erkennen könnte. Daher empfehlen wir, das Kamerastativ zum Beispiel fest am Boden zu fixieren – da haben wir direkt zu Beginn des Projekts etwas gelernt!

Als Erstes haben wir einen Film zu dem passenden Thema geschaut, um dann Ideen zu finden, wie man das jeweils gewählte Thema mit Bildernbeschreiben könnte. Gegenseitig stellten wir uns in den Kleingruppen sowie den anderen Projektmitgleidern und Projektleitern unsere Ideen vor. Wenn alle von unseren Ideen überzeugt waren, konnten wir diese in einen Film umwandeln.  Aber bevor wir angefingen, Bilder zu machen, mussten wir uns für die gewählten Gegenstände, die auf den Bildern zu sehen sein sollten, einen passenden Hintergrund aussuchen. Zucker zum Beispiel  legt man am Besten auf blaues Papier und nicht auf ein weißes Plakat, da man den Zucker dann nicht erkennen kann. Wenn man einen passenden Hintergrund ausgewählt hatte, konnte man damit beginnen,  z.B. aus einem Salzteig die passenden Figuren herzustellen, schließlich will man im Film eine Geschichte zeigen – und dazu braucht es Figuren. Natürlich konnte man anstelle der Salzknetfiguren auch Plamobil-Figuren oder ähnliches verwenden.Nachdem wir möglichst viele und abwechslungsreiche Fotos gemacht hatten, mussten wir auch einen Film drehen.  Dazu brauchten wir Musik! Denn ein Film ohne Ton ist natürlich nicht vollständig. Diese suchten wir gemeinsam mit den Projektleitern aus, die uns anschließend auch halfen, den Film zu schneiden. Am Ende des Tages schauten wir uns gemeinsam alle Filme des Tages an, um Fehler zu finden und diese  am nächsten Tag verbessern zu können. Auch in den folgenden Tagen hat uns das Projekt sehr gut gefallen, da wir unserer Fantasie freien freien Lauf lassen konnten und lernten, unsere Gedanken, Ideen und Gefühle mit Hilfe von Bildern auszudrücken. Wir würden das Projekt nächstes Jahr selbstverständlich erneut wählen.

PS: Es hat so viel Spaß gemacht, dass wir sogar freiwillig länger ( 1 ½) in der schule geblieben sind. 😉

(Von Sarah Bühler)

Fotografie und Filme

 

Projekt „Fairtrade-Town Aachen“

Zu Beginn der Projektwoche wurde wir von Herrn Bock aus dem Weltladen Aachen besucht. Er ist der Geschäftsführer des Weltladens Aachen und Mitglied im Bündnis FAIRhandel(n) in Aachen, dem die Stadt ihre „Fairtrade-Town“ Auszeichnung verdankt. Er kam am Mittwoch, den 05.07.2017 und gab uns ein Interview. Zu Beginn erklärte er uns, wie es kam, dass er sich so stark für Fairtrade engagiert. Fritz Bock studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Studium wanderte er nach Paraguay aus, wo er Landwirtschaft betrieb. Er baute hauptsächlich Zuckerrohr an und erzählte uns, wie schwer seine Zeit als Kleinbauer war. Deshalb arbeitete Fritz Bock nach seiner Rückkehr nach Deutschland ab Juni 1997 ehrenamtlich im Weltladen, wo er dann Ende 1997 die Geschäftsführung übernahm und sich das Ziel setzte, die Lebensbedingungen der Kleinbauern in den verschiedensten Ländern zu verbessern. Der Verkauf fair gehandelter Produkte spielt dabei eine große Rolle. Wir lernten viel von ihm, unter anderem, dass in Deutschland wweniger Fairtrade-Produkte gekauft werden als in zum Beispiel in England. 10% der Deutschen kaufen fair gehandelte Bananen, während es in England 40% sind. Als wir fragten, ob Markenfirmen wie z.B. Nike oder Adidas fair gehandelte Produkte anbieten, antwortete Herr Bock, dass die Firmen die verpflichtenden Kriterien nicht erfüllen. Auf unsere Frage, ob man sicher sein könne, dass Produkte mit dem Fairtrade-Siegel wirklich fair gehandelt seien, versicherte Herr Bock, man könne von einer 100%igen Gewissheit ausgehen, weil dies ständig kontrolliert werde und bei Fälschungen hohe Bußgelder gezahlt werden müssten. Wir sprachen dann das für uns sehr wichtige Thema „Kinderarbeit“ an. Herr Bock reagierte mit Empörung auf die weltweite Existenz von Kinderarbeit. Seiner Meinung nach sollten die Menschen, die Kinder arbeiten lassen, selbst zu einer Arbeit unter diesen extrem ausbeuterischen Bedingungen verpflichtet werden. Trotzdem ist Herr Bock hoffnungsvoll: Der Verkauf von Fairtrade-Produkten habe sich in Aachen in den letzten Jahren verdoppelt.

Fazit: Herr Bock ist ein sehr engagierter Befürworter von Fairtrade und hatte offensichtlich großen Spaß am Besuch in unserer Schule. Auch wir Schüler fanden seine Informationen interessant. Es wäre schön, wenn wir Herrn Bock ein weiteres Mal im Geschwister-Scholl-Gymnasium begrüßen dürften.

Herr Bock, Welthandel Aachen

 

Projekt „Geocaching“

Geocaches sind kleine Schätze, die im Wald, in Städten oder auch auf dem Land versteckt wurden und die man mit Hilfe beispielsweise eines Smartphones oder Navigationsgeräts und einer Koordinatenangaben finden soll. Dabei sind diese kleinen Schätze oft gut versteckt und selten wertvoll, denn es gilt: Der Weg ist das Ziel! Somit wird man zum Schatzsucher, lernt aber zugleich viel über seine Umgebung kennen – und begibt sich auch so manches Mal auf unwegsames Gelände… Am ersten Tag gingen wir in den Würselener Wald. Dort bekamen wir Navigationsgeräte und Koordinaten für die Caches bekommen. Nachdem eine Gruppe mit ihren zugewiesenen Koordinaten den Cach fand, konnte diese Gruppe auch noch die Caches der anderen Gruppen finden. Die Caches zu suchen war lustig, aber auch anstrengend, denn manche Caches waren so gut versteckt, dass man etwas länger suchen musste. Meine Gruppe fand beispielsweise fünf von sieben Caches.
Am zweiten Tag zogen wir erneut in den Wald, diesmal jedoch einen anderen im Aachener Stadtgebiet. Dort lief das Geocaching jedoch anders: Um die Koordinaten zu erhalten, musste man erst verschiedene Rätsel lösen. Wenn man alle Rätsel gelöst hatte, musste man die dabei erarbeiteten Zahlen zusammenfügen, um eine Koordinate zu erhalten. Mit dieser suchte man dann nach dem finalen Cach. Diese Art von Geocaching war interessanter und hat mehr Spaß gemacht, auch wenn sich meine Gruppe verirrte. Zum Glück kam Herr Lehninger uns zur Hilfe!
Am dritten Tag blieben wir in der Schule. Dort bereiteten wir uns auf die Projektpräsentation am Samstag vor, indem wir auf dem Schulgeände mehrere Caches für die Besucher versteckten und die dazu gehörigen Koordinaten ermittelten und aufschrieben. So konnten auch die Besucher der Projektpräsentation Geocaching einmal ausprobieren!

 

Geocaching

 

Projekt „Fit auf dem Rad“

Nachdem die Fahrräder kurz durchgecheckt wurden, ging es los. Über den Vennbahnradweg sollte es am ersten Tag nach Walheim zum dortigen Freizeitgelände gehen. Relativ schnell wurde die Gruppe in eine langsame und eine schnelle Gruppe  aufgeteilt. Erster Stop nach ungefähr 5 Kilometern war der Brander Bahnhof. Nach weiteren 5 Kilometern machten wir eine zweite Pause am Bahnhof Kornelimünster. Da der Vennbahnradweg auf einer alten Bahntrasse verläuft,  war die Strecke relativ flach und man hatte schöne Aussichten auf die Umgebung. Nach insgesamt 15 Kilometern kamen wir ans heißersehnte Ziel: das Freizeitgelände in Walheim. Der Weg nach Walheim war trotz flacher Wege mühsam, da es sehr warm war – ebenso wie an den zwei darauffolgenden Tagen. Auf dem Freizeitgelände hatten wir die Möglichkeit uns ungefähr eine Stunde mit verschiedenen Aktivitäten, wie Fußball- oder Tischballspielen, zu beschäftigen. Bevor es wieder zurück ging, wurde uns der Plan für den Folgetag mitgeteilt. Es sollte zum Blausteinsee bei Eschweiler gehen. Auf dem Rückweg ging es ohne größere Zwischenstopps zurück zur Schule.

Am nächsten Tag trafen wir uns eine Stunde früher, also um 8 Uhr, da einerseits die Strecke länger und schwerer war und die Lehrer vermeiden wollten in der Mittagssonne zu fahren, andererseits damit die Lehrer pünktlich zur Konferenz konnten und um vor dem für ca. 15 Uhr gemeldeten Gewitter wieder zurück zu sein. Den ersten „Schrecken“ gab es schon relativ zu Beginn der Fahrt. Wir mussten eine lange Strecke bergauf nach Verlautenheide fahren. Danach ging es zum Glück relativ flach zu. Der erste größere Stopp war am Forsthaus Weiden. Dort gab es auch ein Hüpfkissen. Danach ging es vorwiegend entlang von Feldern weiter. Als wir am Flugplatz Merzbrück vorbeifuhren, konnten wir die Landung eines Kleinflugzeugs beobachten und weitere dieser Flugzeuge am Himmel sehen. Viel weiter kamen wir nicht, da das Fahrrad einer Schülerin einen platten Reifen hatte. Der Rest fuhr weiter, während Herr Landes und die Schülerin uns einholen sollten, sobald das Problem behoben war. Nach weiteren vielen Feldwegen, kamen wir endlich am Blausteinsee an. Nun hatten wir ca. 1,5 bis 2 Stunden Freizeit. Die Schüler, die ihre Schwimmfähigkeit nachgewiesen hatten, durften schwimmen. Es bestand aber natürlich auch die Möglichkeit, einfach im Sand zu entspannen. Während wir auf der Hinfahrt einen vorwiegend bewölkten Himmel hatten, kam nun die Sonne raus. Irgendwann kam auch die andere Fahrradgruppe, angeleitet von Herrn Ziadi und Herrn El Hage, an. Nachdem wir uns mit Pommes von der dortigen Imbissbude gestärkt hatten machten wir uns auf den Rückweg. Die Gruppe wurde wieder in schnell und langsam aufgeteilt. Mit zwei kurzen Zwischenstops ging es Richtung Schule. Als wir fast an der Schule ankamen, begann sich der Himmel zu verdunkeln. Das Gewitter war im Anmarsch. An diesem Tag waren wir insgesamt 40 Kilometer gefahren.

Am letzten Projekttag ging es ins Wurmtal. Wir fuhren über Haaren dahin. Dort sollten wir in Kleingruppen anhand des sogenannten Knotenpunktsystems eigene Strecken ausprobieren. Außerdem hatten wir die Aufgabe, kreative Fotos mit unseren Fahrrädern zu machen und ein Foto mit unseren Füßen in der Wurm. Das Gewinnerteam mit dem besten Foto sollte am Ende Fahrradtrinkflaschen bekommen. Nachdem jedes Team eine Karte zur Verfügung gestellt bekommen hatte, trennten sich unsere Wege. Zur vereinbarten Zeit kehrten alle wieder zum Ausgangspunkt zurück. Zum Schluss lud uns Frau Böwe noch zum Eis in einer Eisdiele in Haaren ein.

Innerhalb der drei Tage sind wir insgesamt 95 Kilometer gefahren und haben etwas mehr von der Aachener Umgebung kennengelernt. Abschließend lässt sich sagen, dass es ein tolles Projekt mit viel Spaß, aber auch mit teilweise anstrengenden Strecken war.

Maryam Z., EF

Hüpfkissen am Rande der Fahrradstrecke

Weitere Impressionen der Projekttage

Fahrradtouren rund um Aachen

Yoga

Bouldern

Blumengemälde

Spiele zum Thema Nachhaltigkeit

Spiele zum Thema Nachhaltigkeit

Gestaltung des Schulgartens – Bau von Hochbeeten