Das Schulprogramm (PDF-Druckversion)

Pädagogisches Konzept und Anspruch der Schule

Schule ist kein Selbstzweck, jegliche Arbeit der Institution Schule hat ausschließlich dienende Funktion und kümmert sich zentral um den einzelnen Schüler/die einzelne Schülerin (1)  im sozialen Zusammenleben.

Das bedeutet für uns:

  • den Schüler abholen, wo er zum Zeitpunkt der Aufnahme steht
  • betreuen, fördern und fordern, fitmachen für den späteren Lebensweg, verselbstständigen, während er bei uns beschult wird
  • am Ende seiner Laufbahn am Geschwister-Scholl-Gymnasium in die „Welt nach dem Gymnasium“ entlassen, Übergänge in Folgesysteme gestalten

Unser Gymnasium kümmert sich natürlich um die Vermittlung von fachlichen Inhalten mit dem primären Ziel der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) sowie der notwendigen Studierfähigkeit. Darüber hinaus vergibt das Geschwister-Scholl-Gymnasium alle anderen allgemeinbildenden Schulabschlüsse bis dahin.

Die Schulgemeinschaft des Geschwister-Scholl-Gymnasiums leistet als gebundene Ganztagsschule aber deutlich mehr! Sie übernimmt in enger Verbindung zu den Elternhäusern einen Teil der Erziehungsarbeit – so z. B. prägt sie Werte, sie unterstützt das Lernen abseits des Unterrichts, sie gestaltet Freizeitangebote im Rahmen der Unterrichtszeit und gibt Impulse darüber hinaus. Sie ersetzt die Erziehung der Eltern jedoch nicht, sondern ergänzt sie in besonderer Form.

Die Schulgemeinschaft leistet eine gemeinsame Arbeit/Unterstützung bei der Entwicklung der Jugendlichen als Team mit unterschiedlichen Rollen und spezifischen Aufgaben.

Zu diesem Team zählen wir

  • den Schüler selbst(!)
  • die Lehrer
  • weitere Mitarbeiter der Schule, die nach unserer Vorstellung im Kontakt mit dem Jugendlichen ALLE pädagogisch wirken
  • die Eltern
  • die Mitschüler
  • die externen Partner

Nur wenn alle Mitglieder der Schulgemeinschaft im engen Sinne gemeinsam wirken, kann das Geschwister-Scholl-Gymnasium das optimale Begleitangebot zur Entwicklung der Jugendlichen durchführen, weshalb eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine offene, freundliche Atmosphäre unbedingt gepflegt werden muss!

In besonderer Weise fühlt sich das Geschwister-Scholl-Gymnasium der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund im weitesten Sinne verpflichtet. Die Mitglieder der Schulgemeinschaft haben in vielen Jahren das Zusammenleben von Menschen aus vielen Ländern als große Bereicherung schätzen gelernt und bieten daher mehr als andere Gymnasien der Region im Großen wie im Kleinen Angebote zur Sprachförderung,  aber auch zum Verständnis unserer Gesellschaft und zur besonderen Lernkultur in Nordrhein-Westfalen. Ausgehend von den Grundrechtsartikeln schafft die Schule ein Lernumfeld, das schulischen Erfolg bis hin zu den zentralen Prüfungen aber auch erfolgreiches soziales und berufliches Leben in der Stadt Aachen und in Deutschland ermöglichen soll.

Die Schulgemeinschaft des Geschwister-Scholl-Gymnasiums profitiert sehr stark von der überschaubaren Größe:  „Man kennt sich.“ Darin pflegen wir den individuellen Kontakt, die individuelle Förderung und den Zusammenhalt in der Vielfalt. Für diese vertrauensvolle Atmosphäre sorgt der familiäre Charakter, der nicht in großen Programmen initiiert wird, sondern den wir überall unter unserem Motto „Miteinander – Füreinander – Aufeinander zu“ leben.

Die Vielfalt unserer Schülerschaft zeigt sich unter anderem im katholischen Religionsunterricht. In der Regel lernen hier Schüler verschiedener christlicher und nicht-christlicher Konfessionen gemeinsam. Alternativ wird in unserer Schule ab der Klasse 5 (Praktische) Philosophie angeboten.

In den folgenden Kapiteln deuten wir dieses Konzept für die wichtigsten Bereiche unserer Schule aus. Auch hier gilt: jeder Autor ist ein aktiver Mitarbeiter, der mit seinem spezifischen, persönlichen Stil zum Gesamtbild des Hauses beiträgt. Sollten Sie Fragen zu einzelnen Aspekten unserer Schule haben, zögern Sie nicht uns gezielt anzusprechen!

Schulprogramm: Steckbrief

  • Ganztagsgymnasium in Trägerschaft der Stadt Aachen mit verbindlichen Öffnungszeiten (Mo, Mi, Do 08.00 – 16.00 Uhr; Di, Fr 08.00 – 13.20 Uhr)
  • gegründet 1968
  • Schulmotto: „Miteinander – Füreinander – Aufeinander zu
  • Stadtteilgymnasium für Aachen-Ost, Rothe Erde, Eilendorf u. a.
  • Besonderer Arbeitsschwerpunkt: „Kulturinklusion
    • Integration von Schülern mit Migrationshintergrund aus aller Welt
    • Internationale Förderklassen
  • Mitglied im Schulverband Aachen-Ost
  • Partnerschule des Internationalen Karlspreises
  • Teilnahme am Ganztagsprojekt des Landes NRW: GanzIn
  • Schulleitung: OStD Jan-Dirk Zimmermann, StD’ Ilma Sturms
  • Förderverein: „Freunde und Ehemalige des GSG e. V.“ / Vorsitzende: Ursula Neuß

Schulprofil Kurzfassung 2015 ( beschlossen in der Schulkonferenz am 08.12.2015)

Wir sind das Gymnasium im Aachener Ostviertel und führen unsere Schülerinnen und Schüler als Ganztagsschule zum Zentralabitur. Dabei wird unser Ganztagskonzept wissenschaftlich begleitet durch das Programm „GanzIn“ des Landes NRW und der Mercator-Stiftung. Gemeinsam mit der Hugo-Junkers-Realschule und der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße bilden wir den Schulverband Aachen-Ost.

Den Namen der Geschwister Scholl tragen wir mit Stolz und Respekt. Hans und Sophie Scholl waren junge Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Sie sind noch heute Symbolfiguren für Mut, Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein. Diese Werte wollen wir im Alltag leben und wachsen lassen. Das zeigen wir in unserem Schulwappen mit der Weißen Rose, dem Zeichen der gleichnamigen Widerstandsgruppe, der Hans und Sophie Scholl angehörten.

Wenn man jemanden an unserer Schule fragt, was uns von anderen Schulen unterscheidet, dann sind sich alle einig: Es ist die besondere familiäre Atmosphäre, die wir bei uns wertschätzen. Offenheit und Akzeptanz prägen unser Zusammenleben. Der Sinn für Gemeinschaft ist uns sehr wichtig. So kümmern sich ältere Schüler aufmerksam um jüngere, z.B. als Paten, bei der Nachhilfe, aber auch auf dem Schulhof. Eltern arbeiten engagiert und auf Augenhöhe in allen Gremien mit. Lehrer zeigen Verantwortung, Engagement und Interesse für alle Schüler – hier kennt man auch die Kinder, die man nicht im Unterricht begleitet. So leben wir miteinander.

Wir nutzen viele verschiedene Möglichkeiten zum „Fordern und Fördern“. Besonders begabten Schüler bieten wir zusätzlichen Projektunterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern. Die Sprache Deutsch vertiefen wir in speziellem Förderunterricht sowie durch die Teilnahme an Lese- und anderen Wettbewerben: Im Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ haben Schüler unserer Schule große Erfolge erzielt. Unser „netrace“-Team aus der Sekundarstufe I konnte sich schon mehrfach gegen Oberstufenkurse anderer Schulen erfolgreich behaupten und den Sieg „nach Hause holen“. Unterricht ausschließlich in englischer Sprache im Fach European Studies, Sprachzertifikate in Französisch (DELF) oder Austauschprogramme und -fahrten unterstützen den Erwerb der Fremdsprachen. Besonders gute Arbeit leisten auch unsere Internationalen Förderklassen für Kinder, die neu aus dem Ausland kommen und für das Gymnasium geeignet sind, aber noch Deutsch lernen müssen. Schrittweise werden diese Kinder in die Regelklassen integriert.

Wir vereinen viele verschiedene Nationen unter einem Dach. Das bereichert uns und macht uns zu einer starken Gemeinschaft. Durch Vielfalt lernt jeder von jedem. Den jungen Menschen, die uns anvertraut werden, eröffnen wir Perspektiven und Wege in die Zukunft. Eine starke Persönlichkeit, Zivilcourage und Verständnis für Demokratie sind hierbei unsere zentralen Werte und Ziele. Darum lautet unser Motto:

„Miteinander – Füreinander – Aufeinander zu “

Die Erprobungsstufe

Ziel der Erprobungsstufe ist es, die Schüler der Klassen 5 und 6 in enger Zusammenarbeit mit den Eltern zu erproben und zu fördern, um am Ende der sechsten Klasse die Wahl der Schulform zu bestätigen oder – in Einzelfällen – zu korrigieren. Damit sich die Eltern rechtzeitig über die Arbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium informieren können, findet im Januar vor der Anmeldung ein Tag der offenen Tür statt.

Am Tag der offenen Tür haben Eltern die Gelegenheit,  sich umfassend über die Arbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium  zu informieren,  den Unterricht zu besuchen und einen Einblick in pädagogische, fachliche und methodische Schwerpunkte des Ganztagsgymnasiums zu gewinnen.

Methodische Schwerpunkte

Durch den gebundenen Ganztag ergeben sich besondere Möglichkeiten, an die positiven Erfahrungen der Grundschule anzuknüpfen. In der Erprobungsstufe werden laut schulinternem Methodencurriculum die meisten Methoden und Arbeitsformen eingeführt und geübt. Da dieser Bereich einen Schwerpunkt in der Erprobungsstufe bildet, finden im 1. Halbjahr der 5. Klasse 3-4 Methodentage statt, an denen die Schüler im methodischen und sozialen Lernen gefördert werden. Zu den wichtigsten Bereichen des ‚Lernen Lernens‘ in der Erprobungsstufe gehören u.a.  sich und seine Arbeit organisieren, das Einüben und Vertiefen von Lern-und Arbeitstechniken, das Arbeiten mit Texten, Klassenarbeiten strukturiert vorbereiten, miteinander umgehen und arbeiten, sich motivieren, konzentrieren und entspannen, präsentieren und visualisieren, sowie der Umgang mit der Informationstechnologie.

Pädagogische Schwerpunkte

Die folgenden Maßnahmen dienen dazu, den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium möglichst ohne Bruch zu gestalten:

  • Kennenlernnachmittag: Ca. einen Monat vor den Sommerferien nehmen die Kinder zum ersten Mal Kontakt mit ihren künftigen Klassenlehrern, Mitschülern und Paten auf.
  • Klassenbildung: Kinder aus der gleichen Grundschulklasse bleiben in der Regel zusammen, um den Neuanfang zu erleichtern. Die Wünsche der Kinder werden, wenn möglich, erfüllt.
  • Orientierungstage: Der Orientierung im Schulgebäude und dem Kennenlernen dienen zwei Klassenleitertage, bei denen die Klassenlehrer, unterstützt von Paten aus der Einführungsphase der Oberstufe eine erste Erkundung der Schule ermöglichen und durch gruppendynamische Übungen eine Kontaktaufnahme der Kinder erleichtern. Unmittelbar an die Orientierungstage schließen sich 2 Methodentage an, die mit einem Willkommensfest abschließen.
  • Klassenleiterstunden: Auch in den wöchentlichen Klassenleiterstunden findet eine intensive Einführung in die räumlichen und organisatorischen Bedingungen der Ganztagsschule statt. Gleichzeitig werden die Kontakte der Schüler und Schülerinnen untereinander vertieft. Die Klassenlehrer werden nach Möglichkeit in mehreren Fächern in ihrer Klasse eingesetzt, um so oft wie möglich als Ansprechpartner präsent zu sein.
  • Patensystem: Jeweils 2-3 Schüler aus den Klassenstufen 9 und/oder EF werden Klassenpaten für eine 5. Klasse. Sie bieten ihre Hilfe und Unterstützung über die Dauer der gesamten Erprobungsstufe an und nehmen an den Angeboten und Programmen (z.B. Klassenfahrt) „ihrer“ Klasse teil.
  • Frühe Kennenlernfahrt: Der frühe Termin für unsere Kennenlernfahrt am Anfang der fünften Klasse dient dazu, die Klassengemeinschaft weiter zu festigen. Neben den Klassenleitern und Sportlehrern begleiten in der Regel auch die Paten die Schüler.
  • SV –Mitwirkung: Im Schülerrat werden aus den Klassensprechern der 5 und 6. Klassen Vertreter für die „Mini-SV“ gewählt. Sie haben die besonderen Interessen der jüngeren Schüler im Blick. Durch das Angebot zur Mitwirkung in der Mini-SV werden das Verantwortungsgefühl und die sozialen Fähigkeiten gefördert.
  • Erprobungsstufenkonferenzen und Zusammenarbeit mit den Grundschulen: In den 4 Erprobungsstufenkonferenzen pro Schuljahr finden intensive Beratungen über jeden Schüler statt. Es wird auch über individuelle Unterstützung und Förderung entschieden und diese ggfs. quartalsweise angepasst. Die Klassenlehrer der Erprobungsstufe nehmen jährlich an dem Lehrersprechtag des Bildungsbüros Aachen teil, an dem sie mit den Grundschullehrern über die Schüler austauschen können.
  • Teilnahme am Verkehrstraining der Polizei Aachen: Das Verkehrstraining der Grundschule wird mit der „Bustour“ der ASEAG und der Polizei Aachen fortgeführt. Die Schüler lernen hierbei, was sie beim Busfahren beachten sollten.
  • Englandfahrt in der Klasse 6: Im 2. Halbjahr der 6. Klasse fahren ca. 30 Schüler für eine Woche nach England, um dort unsere Partnerschule Gable Hall School in Corringham zu besuchen. Die sozialen Kontakte zu den englischen Schülern und der fremdsprachliche Aspekt finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung.

Fachliche Schwerpunkte

Neben der Sprachenfolge Englisch (fortsetzend in Klasse 5) und Latein/ Französisch (neu einsetzend ab Jahrgangsstufe 6) finden mathematisch-naturwissenschaftlich besonders interessierte und begabte Schüler ein attraktives Angebot im Projektunterricht.

Allen Kindern werden zweimal im Jahr an besonderen Projekttagen attraktive Aktivitäten zur Wahl angeboten, z.B. eine Teilnahme an den „Uni-Hits für Kids“ der RWTH Aachen oder ein Besuch im interaktiven Museum Continium in Kerkrade. Des Weiteren findet in Klasse 6 ein Projekttag mit der Stiftung ‚GIPS‘ statt, bei dem behinderte Menschen den Schülern an diversen Stationen handlungsorientiert zeigen, wie es ist, auf bestimmte Sinne oder Fähigkeiten verzichten zu müssen.

Zu Beginn der 5. Klasse werden die Schüler auf Grundlage der Übergangsempfehlungen der Grundschule in verschiedene Förderkurse eingeteilt. Die Förderung in der Erprobungsstufe findet besonders in den Fächern Deutsch und Mathematik statt. Im Fach Deutsch wurde dazu ein auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder abgestimmtes Förderkonzept entwickelt. In Klasse 5 wird die Lese-/Rechtsschreibfähigkeit aller Schüler getestet und auf dieser Grundlage werden individuelle Förderpläne erstellt. Im Fach Mathematik erfolgt eine Förderung in enger Absprache mit den Fachlehrern. Für Schüler, die keine besondere Förderung in den Fächern Deutsch oder Mathematik benötigen, bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium einen Projektunterricht mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an. Bedingt durch den gebundenen Ganztag und die gesetzliche Hausaufgabenregelung werden in der Erprobungsstufe vier fachgebundene Lernzeiten in den schriftlichen Fächern angeboten. In fachgebundenen Lernzeiten werden die Schüler durch Lernhelfer des Projektkurses der Q2 unterstützt.

Mittelstufe

Diese Schulstufe knüpft für die Schüler an die Erprobungsstufe an. So werden die meisten Fächer fortgesetzt und bauen hinsichtlich Methodenkonzept, Kompetenzen und Inhalt auf die vorherige Stufe auf. Zum Beispiel wird der Projektkurs aus der Unterstufe bis einschließlich Klasse 7 weitergeführt.

In zunehmender Form sollen die Schüler selbstständiger lernen, um erfolgreich in der Oberstufe bestehen zu können. Da bislang in den Jahrgängen 5 – 9 an gebundenen Ganztagsschulen Hausaufgaben weitgehend untersagt sind, werden die Übungs- und Lernphasen in die reguläre Unterrichtszeit eingebunden.

In der Klasse 7 erhalten die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik jeweils eine Stunde „Lernzeit“, in der die Schüler eigenständig – entsprechend den Hausaufgaben – den Unterrichtsinhalt der übrigen Fachstunden üben, vertiefen und wiederholen sollen. In den Jahrgängen 8 und 9 stehen die Lernzeiten allen Fächern zu Verfügung, was von den Schülern ein höheres Maß an Eigenverantwortung und Aufgabenorganisation – den Hausaufgaben vergleichbar –  erfordert.

Um die Schüler bei Lernschwierigkeiten aufzufangen, die nicht ausschließlich im allgemeinen Unterricht behoben werden können, wird ein besonderes Augenmerk auf die individuelle Förderung durch Förderunterricht in Französisch, Deutsch und Mathematik gelegt. Ergänzend haben alle Schülerinnen und Schüler des Schulverbandes die Möglichkeit, an drei Nachmittagen eine zusätzliche Förderung bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten, bei der Arbeit mit den individuellen Lern- und Förderplänen etc. wahrzunehmen.

Insgesamt wird der Stundenplan vielfältiger – auch durch das Kunstprojekt des Schulverbandes (Jg 7) und den Wahlpflichtbereich II (Jg 8/9). Die Schüler wechseln nicht nur den Raum zum Fachunterricht, sondern arbeiten auch in verschiedenen Lerngruppen. Unter Beibehaltung einer stabilen Klassensituationen bereitet dies auf die Oberstufe mit ihrem sehr variablen Kurssystem vor.

Selbstverständlich nehmen unsere Schüler an den zentralen Lernstandserhebungen in den Hauptfächern (VERA 8) teil. Die Ergebnisse – auch im landesweiten Vergleich – werden sorgfältig evaluiert sowie den Eltern und Schülern mitgeteilt. Sie dienen vor allem den Fachlehrern und Fachschaften dazu, eventuell notwendige Fördermaßnahmen einzuleiten und gegebenenfalls die schulinternen Curricula anzupassen.

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden ändern die Schüler in dieser Stufe ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt. Das GSG reagiert darauf mit verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Selbst- und Sozialkompetenz, Drogen- und Alkoholprävention und Berufswahlorientierung.

Das soziale Lernen findet nicht nur im Unterricht statt, sondern wird durch unser Streitschlichterkonzept und durch die Klassenfahrt in der Jahrgangstufe 7 ergänzt. Sie führt in ein abgelegenes Selbstversorgerhaus und beinhaltet ein besonderes Training sozialer Kompetenzen.

Darüber hinaus stehen geschulte und erfahrene Beratungslehrer zur Verfügung, die bei schulischen, aber auch familiären Problemen in der Pubertät gern helfen. Darüber hinaus bahnen die engagierten Klassenlehrer gern den Weg zu weiteren Angeboten.

So gibt es unterschiedliche Bereiche, in denen gefördert und gefordert wird. Beispielhaft seien hier der „Girls and Boys Day“, NetRace, „Jugend debattiert“, Musik, der Mädchenfußball die Sporthelferausbildung sowie das Fremdsprachenzertifikat DELF genannt.

In der Jahrgangsstufe 8 wird der Wahlpflichtbereich II (WP II) eingeführt und bis Klasse 9 einschließlich jeweils dreistündig unterrichtet. Hier wählen die Schüler ein Fach aus, das verstärkt auf ihre individuellen Interessen eingeht. Unser Angebot des Wahlpflichtbereichs unterliegt stets leichten Veränderungen (abhängig von Schülerwahlverhalten und Lehrerversorgung). So stehen aktuell die Fächer European Studies, Naturwissenschaften, Informationsverarbeitung und Kommunikation sowie Latein als 3. Fremdsprache zur Auswahl. In diesen Fächern werden Kursarbeiten geschrieben.

WP II – Fach Kurzbeschreibung
European Studies European Studies ist ein bi-linguales Fach, das neben vertieften Englischsprachkenntnissen wesentliche fachliche Inhalte aus den Fachbereichen Sozialwissenschaften/Politik, Geschichte und Erdkunde vermittelt.

Es liefert einen wesentlichen Beitrag zur demokratischen Erziehung an unserer Schule und fühlt sich dem europäischen Gedanken verpflichtet. Gerade an unserer Schule mit seiner heterogenen Schülerschaft soll das Fach European Studies das Verständnis der Schüler untereinander fördern und gesellschaftliche Partizipation fördern.

Ein Besuch beim Europäischen Parlament und Aktivitäten im Rahmen der schulischen Veranstaltung in unserer Schule im Rahmenprogramm des europäischen Jugendkarlspreises gehören zu den Highlights dieses Kurses.

Schwerpunktthemen (in exemplarischer Auswahl)

–      Europa –wer und was ist Europa

–      Europa und seine Rolle in der Welt

–      Business English

Arbeitsweise:

Mithilfe moderner Informationstechnologien sollen die Schüler dazu befähigt werden, selbständig zu Themen zu recherchieren und ihre Ergebnisse professionell zu präsentieren. European Studies leistet dabei einen Beitrag zum wissenschaftspropädeutischen Lernen. Eine der beiden Kursarbeiten pro Halbjahr wird durch eine mündliche Prüfung oder eine Projektarbeit ersetzt.

Informationsverar-beitung und Kommunikation Seit Dezember 2016 haben sich die Bundesländer auf einen verbindlichen Rahmen für die gesellschaftlich bedeutsame „Bildung in der digitalen Welt“ verständigt. Das Fach „Informationsverarbeitung und Kommunikation“ vermittelt an unserer Schule schon seit über zehn Jahren erforderliche Medienkompetenzen, um den Anforderungen der digitalen Welt besser gerecht zu werden.

Der Unterricht deckt die Kompetenzbereiche ab, die das Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen zum Medienpass NRW in den Stufen 7 bis 9/10 ausweist.

Schwerpunktthemen

–      Dateiverwaltung, Betriebssysteme, Sicherheit

–      Internet – Benutzung, Sicherheit, Erstellung

–      Hardware – Mechanik, Logik, Elektrik, Ökonomie

–      Standard – Text, Rechnen, Daten, Präsentation

–      Bildbearbeitung, Zeichen in 2D, Konstruktion in 3D

–      Codierung und Programmierung

Arbeitsweise:

–      100% computergestütztes Lernen

–      selbstständiges Erarbeiten von Lehrtexten

–      eigenständiges Installieren und Bedienen der Lehrsoftware

–      selbstgesteuerte Anfertigung von Projekten und Übungen

–      2 Klausuren und 2 Projektarbeiten im Jahr

–      alle angewandte Software ist kostenlos (freeware)

Naturwissenschaften Biologische, chemische und physikalische Denkmethoden und Erkenntnisse werden zum Verständnis und zur Bewertung naturwissenschaftlicher, technischer und gesellschaftlicher Entscheidungen benötigt. Im Fach NW werden experimentelle Fertigkeiten, methodische Kompetenzen sowie projektorientiertes Arbeiten an ausgewählten Schwerpunktthemen vermittelt.

–      Lernprozesse und Verhalten; Sinnesorgane

–      Ökologische Fragestellungen

–      Bionik, Energie, Farben

Dabei werden naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und Methoden gefördert:

–      Planen und Durchführen einfacher qualitativer und quantitativer Experimente und Untersuchungen.

–      Dokumentieren der Arbeitsergebnisse in Form von Texten, Skizzen, Zeichnungen, Tabellen.

–      Austausch über die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse unter angemessener Verwendung der Fachsprache.

–      Informationen suchen, bewerten, kritisch hinterfragen.

–      Diagramme beschreiben und auswerten.

–      Präsentationen anfertigen und vortragen.

2 Kursarbeiten werden pro Halbjahr geschrieben. Eine kann durch eine Präsentation oder kleine Facharbeit ersetzt werden.

Die gymnasiale Oberstufe

Die Oberstufe am Geschwister-Scholl-Gymnasium umfasst gemäß G8 die Jahrgänge EF (Einführungs-phase), Q1 (Qualifikationsphase 1) und Q2 (Qualifikationsphase 2) und schließt mit dem Abitur ab. Sie ist in der Regel dreizügig aufgebaut, sodass die Schüler aus bis zu sieben Leistungskursen wählen können. Das GSG garantiert das Angebot folgender Leistungskurs-fächer:

Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften. Die Leistungskurse Pädagogik und Sozialwissenschaften sind nicht an jedem Gymnasium wählbar, haben inzwischen am GSG eine besondere Tradition und werden von unseren Schülern gerne angewählt. Weitere Leistungskurse können bei entsprechendem Bedarf eingerichtet werden. Das Grundkursangebot richtet sich nach den Vorgaben des Landes NRW.

Grundlage des Oberstufenunterrichts bildet der wissenschaftspropädeutische Unterricht, der die Schüler auf ein wissenschaftliches Studium vorbereitet. Die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt erfolgt nicht nur im regulären Unterricht, sondern wird ergänzt durch das umfangreiche Programm der Berufsorientierung. Dieses wird in einem gesonderten Teil des Schulprogramms genauer beschrieben.

Eine Besonderheit der gymnasialen Oberstufe am GSG stellt die große Gruppe von Schülern dar, die wir aus den Realschulen (und Hauptschulen) neu in die Oberstufe aufnehmen. Für sie werden in der EF eigene Kurse in Deutsch, Mathematik und Englisch mit dem Ziel eingerichtet, sie gezielt zu fördern, damit sie sich in der Qualifikationsphase auf dem gleichen Leistungsniveau wie die gymnasialen Schüler befinden.  Außerdem erhalten sie verstärkt Unterricht in den Hauptfächern in den zwei Wochen nach den Herbstferien, wenn sich die anderen Schüler im Berufspraktikum befinden.

Für alle Schüler der EF stehen Vertiefungskurse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zur Auswahl. Zu Beginn der EF erhalten die Schüler an einem Einführungstag methodische und organisatorische Hilfestellungen, wie sie ihre unterrichtliche und außerschulische Arbeit in der Oberstufe sinnvoll planen und sich effektiv auf den Unterricht und Klausuren vorbereiten können. Am Ende der EF werden entsprechend den Vorgaben der Schulbehörde zentrale Prüfungen in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben.

In der Q1 wird die erste Klausur im zweiten Halbjahr in einem Fach durch eine Facharbeit ersetzt, bei der die Schüler die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit erproben sollen. Hierzu kann jedes Fach ausgewählt werden, das der Schüler schriftlich belegt hat (Ausnahme: Spanisch). Am Ende der Q1 findet eine einwöchige Studienfahrt für gewöhnlich ins europäische Ausland statt, bei der neben der kulturellen Bildung auch das soziale Miteinander

gepflegt wird. In der Q2 können die Schüler, beginnend mit dem Schuljahr 2017/18, einen Projektkurs belegen, der sie zum Lernhelfer ausbildet. Hier werden die Q2-Schüler zunächst in einem von einer Pädagogik-Lehrerin geleiteten Theorieteil auf ihre Arbeit als Lernhelfer in der Unterstufe vorbereitet, bevor sie als solche ihre Kenntnisse in den Lernzeiten der Unterstufe anwenden, erproben und anschließend in einer Projektarbeit schriftlich reflektieren. In den Lernzeiten der Unterstufe helfen die Q2-Schüler den jüngeren Schülern dabei, ihr Lernen zu strukturieren und ihre Eigenmotivation zu stärken.

Die Schüler jedes Oberstufenjahrgangs werden von zwei erfahrenen Beratungslehrern betreut, die ihnen regelmäßig und individuell Hilfestellung anbieten bezüglich ihrer Schullaufbahn und ihrer Leistungen. Sie sind auch die ersten Ansprechpersonen bei persönlichen und/ oder schulischen Problemen. Wir legen besonderen Wert auf einen guten Kontakt zwischen den Beratungslehrern und ihren Schülern. Sie begegnen sich häufig im Unterricht und auf den Schulfluren und können sich so schnell in allen schulischen und persönlichen Fragen austauschen.

Die Oberstufenkoordinatorin und die Beratungslehrer informieren alle Schüler eines Jahrgangs jährlich über die allgemeinen Anforderungen in der Oberstufe und prüfen die individuellen Schullaufbahnen auf ihre Richtigkeit.

Als Partnerschule des Karlspreises nehmen die Schüler der EF und der Q1 an der Verleihung des Jugendkarlspreises im Rathaus der Stadt Aachen teil. Im gleichen Rahmen gestalten sie eine Veranstaltung mit auswärtigen Gästen in der Aula des GSG, die in den letzten Jahren großen Anklang gefunden hat.

Internationale Förderklassen

Zum Schuljahresbeginn 2012/13 wurde am GSG eine sogenannte „Internationale Förderklasse“ ein­gerichtet, im Herbst 2014  folgte eine zweite. Die Schüler dieser beiden Klassen sind aus dem inner- und außereuropäischen Ausland nach Deutschland gekommen, weil ihre Eltern in Deutschland arbei­ten wollen oder vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind.

Da viele von ihnen in ihren Heimatländern ein Gymnasium besucht oder sehr gute Leistun­gen in der Schule erbracht haben, ist es unser Ziel, sie innerhalb von zwei Jahren so effektiv zu för­dern, dass sie vollständig in eine unserer Regelklassen wechseln, dort bestehen und möglichst auch das Abitur er­reichen können.

Gemäß unserem Schulmotto „ miteinander – füreinander – aufeinander zu“ lernen die Schüler, die im Alter von 10 – 15 Jahren zu uns kommen, gemeinsam die deutsche Sprache, in der sie sich auch untereinander verständigen müssen. Sie finden sich für eine begrenzte Zeit zu einer bunten Gemein­schaft zusammen, die sie in der fremden Umgebung auffängt und ihnen Halt bietet. Die Begegnung mit anderen Schriften, Sprachen und Kulturen bildet dabei den selbstverständlichen Bestandteil ei­nes Miteinanders, das wir in seiner Vorbildfunktion ganz bewusst leben wollen.

Seit der Gründung der ersten Internationalen Förderklasse haben wir uns einen reichen Erfahrungs­schatz erworben und diesen Bereich konsequent in Richtung auf ein Schulprofil ausgearbeitet, auf das wir heute sehr stolz sind. Die Rechtsgrundlage stellen der Integrationserlass des MSW des Landes NRW vom 28.06.2016 sowie die Verfügungen der Bezirksregierung Köln vom 06.12.2016 dar.

Einstufung – Förderung – Begleitung– Eingliederung/Übergang

Aufnahme und Einstufung

Die Aufnahme in unsere internationale Förderklasse erfolgt über das Kommunale Integrationszent­rum (KI), in dem sich jede Familie, die nach Nordrhein-Westfalen kommt, wegen eines Schulplatzes melden muss. Auf der Basis der dort ermittelten Daten zum Alter, zur Dauer des bisherigen Schulbe­suchs und zu den Sprachkenntnissen beginnen wir die Schullaufbahn eines Neulings zu planen.

Einstufungstests in Englisch und Mathematik, die von den Fachkollegen gesichtet werden, verweisen auf den individuellen Förderbedarf in diesen Hauptfächern und im Gesamtbild auf eine konkrete Klassenstufe, in die ein Kind mit unserer Unterstützung  integriert werden kann. Uns geht es darum, individuelle Vorkenntnisse eines Schülers bei der Planung seiner Eingliederung in den Regelbetrieb möglichst wirksam einzubeziehen, was auch einen wichtigen psychologischen Aspekt beinhaltet: Keiner fängt von Null an!

In einem ausführliches Aufnahmegespräch mit der Familie geben wir neben allgemeinen Erläuterun­gen auch eine Rückmeldung hinsichtlich des Förderbedarfs, der Lücken als auch der Stärken,  die wir sehen, und versuchen auf diese Weise, an den Schulbesuch im Heimatland anzuknüpfen und eine Perspektive aufzuzeigen.

Von der Einstufung bis zur Eingliederung: Organisation

Unsere beiden Internationalen Förderklassen stellen keine isolierten Klassen dar. Sie bilden lediglich den formalen Rahmen für den Verantwortungsbereich eines Klassenleh­rers. Tatsächlich gibt es in­nerhalb einer Klasse zwei bis drei Lerngruppen unterschiedlicher Lernni­veaus. In eine Anfänger­gruppe geht ein Schüler hinein und beginnt bereits nach drei Monaten damit, sie wieder zu verlas­sen, wenn er stundenweise den Unterricht in einer ihm zugewiesenen Regelklasse besucht. Die Menge an Unterrichtsstunden-, die er in seiner Internationalen  Klasse besucht, nimmt mit der Zeit ab, die in der ihm zugewiesenen Regelklasse hingegen zu, bis er nach zwei Jahren kom­plett in diese Regelklasse überwechselt.  Dies geschieht unter der Voraussetzung, dass er im Laufe der zwei Jahre gezeigt hat, dass er den Anforderungen dort gewachsen ist.

Ein Vierteljahr vor Ablauf der Zwei-Jahresfrist entscheidet die Klassenkonferenz auf der Grundlage einer verbindlichen Entscheidung der Regelklassenlehrer über eine vollständige Eingliederung  in den gymnasialen Bildungsgang oder den Wechsel  an eine andere Schulform.

Der Schulalltag: Förderung und Begleitung

Ein neuer Schüler ohne Deutschkenntnisse hat zu Beginn  einen festen Stundenplan, der idealtypisch 18 Stunden Deutsch als Zweitsprache (DaZ), 2 Stunden Kunst, 2 Stunden Sport, 4 Stunden Englisch- und 4 Stunden Mathema­tikförderung umfasst. Außerdem haben wir einmal in der Woche eine Krea­tivstunde, in der Jah­reszeitliches gebastelt, gespielt und auch gefeiert wird. In all diesen Stunden lernen die Anfänger unterschiedlichen Alters zusammen in einer Gruppe, schließen Freundschaften und entwickeln ein Gemeinschaftsgefühl. Auf diese Weise hat sich in den Internatio­nalen Klassen eine Willkommenskultur entwickelt, die von den Schü­lern selbst gelebt und an Neu­linge weitergegeben wird.

Alle drei Monate entscheidet die Klassenkonferenz, die sich aus den Lehrern der Internationalen Klasse zusammensetzt, darüber, welche Fächer der Schüler in seiner Regelklasse besuchen wird.

Beginnend mit dem Fach Sport nach 3 Monaten, folgt nach weiteren 3 Monaten je nach Lernfort­schitt in DaZ und den fachlichen Vorkenntnissen eine Teilnahme am Englisch- und/oder Mathematikunterricht. Entspre­chend ent­scheidet die Konferenz  auf Empfehlung der Fachkollegen, die in der Internationalen Klasse Mathe­matik und Englisch unterrichten, aber auch den Regelbetrieb kennen, wie viele Förderstun­den in Mathematik und Englisch ein Schüler zur Unterstützung beim Übergang noch benötigt.

Mit fortschreitender Zeit besuchen die Schüler auf Empfehlung der Int-Lehrer bzw. auf eigenen Wunsch hin immer mehr Fächer in der ihnen  zugewiesenen Regelklasse. Dabei werden von Anfang an die Leis­tungsbewertungen und Einschätzungen der Regeklassenlehrer bei den Quartals – und Notenkonfe­renzen berücksichtigt.

Schüler, die mit Beginn  der Klasse 5 bei uns starten oder nach der Hälfte der 5. Klasse kommen und in eine 6 integriert werden, müssen die zweite Fremdsprache Französisch oder Latein lernen, wobei wir den Einstieg in den Französischunterricht durch Förderstunden erleichtern.

Die Schüler werden in DaZ  in 3 in Lerngruppen auf 3-4 Niveaus unterrichtet. Entsprechend dem Ge­meinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) haben wir Gruppen im Bereiche von A1-B2.

In wöchentlichen Leistungsnachweisen sowie Abschlussprüfungen zur Erlangung eines höheren  Ni­veaus werden die Lernfortschritte in DaZ dokumentiert.

Wie alle Schüler erhalten die Schüler der Internationalen Klassen Zeugnisse. Auch Elternpflegschafts­abende und Elternsprechtage gehören für uns zum selbstverständlichen Bestandteil eines Schuljah­res. Einen engen Kontakt zu den Eltern halten wir für wichtig: Für die aus­ländischen Eltern ist ein erfolgreicher Bildungsweg ihrer Kinder von großer Bedeutung.  Außerdem haben sie häufig Bera­tungsbedarf was das deutsche Schulsystem angeht.

Der Schulverband – Übergänge

Im Schulverband Aachen–Ost verfügen alle drei Schulen über Internationale Förderklassen und bie­ten Eltern, die aus dem Ausland kommen, damit den Zugang zu allen drei  Bildungsgängen.

Eine enge Zusammenarbeit der Koordinatoren der Internationalen Förderklassen untereinander er­leichtert die Übergänge zwischen den Schulformen und ermöglicht diese auf eine unbürokratische und pädagogisch begleitete Weise.

Ganztagsbereich

Soziales Lernen an unserer Ganztagsschule

Als Gymnasium mit einem gebundenen Ganztag bieten wir unseren Schülern sowie ihren Eltern einen erzieherischen Lebens- und Lernraum an, welcher über die unterstützende Vermittlung von Unterrichtsstoffen hinausgeht. Wir fördern soziales Lernen durch gemeinsames Essen in der Mensa und bringen unsere Schüler in unseren Spiel- Sport- und Entspannungsangeboten jahrgangsübergreifend miteinander in Kontakt. In der Mittagspause können sie beispielsweise beim Lesen in der Bibliothek oder dem Basteln in der Mensa entspannen. Alle diejenigen, die eine sportliche Herausforderung suchen sind beim betreuten Klettern an unserer Boulderwand oder in den zahlreichen sportlichen Arbeitsgemeinschaften herzlich willkommen. Zudem haben unsere Schüler die Möglichkeit in der Schulband oder dem Schulchor zu musizieren und in der NetRace-Arbeitsgemeinschaft den gekonnten Umgang mit der modernen Medienwelt zu erlernen.

Lernen und Üben in unserer Ganztagsschule

An unserer Schule werden die Hausaufgaben in der Sekundarstufe I, wie durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung gefordert, durch Lernzeiten ersetzt. Diese werden von den Fachlehrern oder den Klassenlehrern betreut. Hierdurch verringert sich für unsere Schüler der Lernstress. Schulkinder und Jugendliche mit alterstypischen Lernproblemen unterstützen wir durch qualifizierte Einzelberatung sowie außerunterrichtliche, kostenfreie, qualifizierte Betreuung beim Erledigen von Übungs- und Lernaufgaben. Unser gebundener Ganztag mit drei langen Schultagen unterstützt unsere Elternschaft dabei, ihr Berufs- und Familienleben miteinander zu vereinbaren. Im Anschluss an unsere kurzen Schultage werden freiwillige Arbeitsgemeinschaften angeboten. Entscheiden sich unsere Schüler gemeinsam mit ihren Eltern für eine Teilnahme, ist auch an den kurzen Schultagen eine qualifizierte Betreuung bis in den Nachmittag gewährleistet.

Mitarbeit aller an der Schulgemeinschaft  Beteiligten in den Arbeitsgemeinschaften

Alle Beteiligten leben das Miteinander am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Arbeitsgemeinschaften werden nicht nur von den Lehrern angeboten, sondern auch eigenverantwortlich von Schülern geleitet. Diese Schüler wurden zuvor als zertifizierte Sporthelfer ausgebildet. Die Elternschaft beteiligt sich ebenfalls durch das Angebot eigener Arbeitsgemeinschaften daran, unseren Schülern durch die Teilnahme die Möglichkeit zu bieten, Interessen zu vertiefen, neue Begabungen und Talente zu entdecken und gemeinsam klassen- und jahrgangsübergreifend zu lernen. Der Grundsatz der Freiwilligkeit ist sehr motivationsfördernd.

Kooperationspartner

Um ein möglichst vielfältiges und qualifiziertes Angebot zu gewährleisten, kooperiert das Geschwister-Scholl-Gymnasium mit außerschulischen Kooperationspartnern wie zum Beispiel dem Basketballverein BG Aachen und dem Fußballverein SV Eilendorf. Unsere Eltern engagieren sich ebenfalls bei kreativen Mittagspausenangeboten sowie bei den Aufsichten in der sehr beliebten Schülerbibliothek. So übernehmen alle am Schulleben Beteiligten Verantwortung und verbindliche Aufgaben für das gemeinsame Lernen.

Mensa

Miteinander in Kontakt kommen die Schüler auch in unserer Mensa. Sowohl während der Pausenzeiten als auch in den Freistunden können sie sich hier in gemütlicher Atmosphäre aufhalten. Als zentrale Anlaufstelle bietet sie sowohl für die Schülerschaft als auch für das Lehrpersonal qualitativ gute und abwechslungsreiche warme Mittagessen, Salatvarianten, frisch belegte Brötchen oder Snacks an. Bei der Erstellung des Speiseplans werden die Wünsche der Schüler mit einbezogen.
Religiöse Besonderheiten und Allergien werden bei der Speisezubereitung berücksichtigt.

Gegenseitige Unterstützung durch den Schulverband Aachen-Ost

Organisiert in einem Schulverband kooperieren die Hugo-Junkers-Realschule, die Hauptschule Aretzstraße sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium auch im Ganztagsbereich.  Die drei Schulen führen zum Beispiel in den siebten Klassen ein gemeinsames Kunstprojekt mit Aachener Künstlern durch. Unter anderem können unsere Schüler das „Ludwig Forum“ besuchen, dort zeitgenössische Kunst studieren und in der Kunstwerkstatt unterschiedliche Kunsttechniken erproben. Teilnehmende am Theaterprojekt lernen im Theater „Mörgens“  die Grundlagen der Schauspielkunst kennen.

Wissenschaftlich begleitet durch GanzIn

Bei der Ausarbeitung unseres Ganztagskonzeptes wird das Geschwister-Scholl-Gymnasium von dem Schulentwicklungsprojekt GanzIn unterstützt. Aktuell kooperiert unsere Schule mit dem Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund sowie der Fachdidaktik Deutsch der Universität Duisburg/Essen, um die Bereiche Individuelle Förderung sowie Deutschförderung weiter zu verbessern.

Schulverband Aachen Ost

Um die Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen im Stadtviertel Aachen-Ost auffangen und ein individuelles Angebot für jeden Jugendlichen gestalten zu können, haben sich drei weiterführende Schulen des gegliederten Schulwesens zusammengeschlossen.

Die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße (GHS), die Hugo-Junkers-Realschule und das Geschwister-Scholl-Gymnasium bilden gemeinsam den Schulverband Aachen-Ost.

Dieser Verband wirkt – unterstützend für die Schülerinnen und Schüler:

  • Bei Schulformwechseln ermöglichen die drei Schulen (soweit Kapazitäten vorhanden sind) ihren Schülern bevorzugt den Übergang und begleiten intensiv den Wechsel durch Kontakte zwischen den verantwortlichen Koordinatoren.
  • In der Jahrgangsstufe EF bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium eine Stammgruppe für Schüler aus anderen Schulformen, um in gemeinsamen Kursen (Mathematik, Englisch, Deutsch) Defizite gezielt aufzuarbeiten. Schüler, die sich im ersten Verfahren am GSG anmelden und die Qualifikation erreichen, erhalten vorrangig einen Schulplatz.
  • Zur Vorbereitung der gymnasialen Oberstufe bieten die drei Schulen für Schüler der Jahrgangsstufe 10 an Haupt- und Realschule einen zweistündigen Zusatzkurs in den Fächern Deutsch und Englisch an.
  • Das GSG bietet den Schülern der beiden Partnerschulen mehrere Termine, an denen diese einen Probeunterricht in der kommenden Oberstufe besuchen können.
  • Seit Gründung des Schulverbandes organisieren die Schulen am Donnerstag einen gemeinsamen Kunstnachmittag. Den gemischten Gruppen bieten Aachener Künstler besondere Projekte an: In Kursen von Trommeln und Tanz über Fotografie bis hin zu Malerei lernen sich die Jugendlichen gegenseitig kennen und besuchen dazu auch unterschiedliche Orte der Kultur. So finden die Malereikurse im „Ludwig Forum“ statt. Ende und Höhepunkt dieser Kurse bildet wenige Tage vor Ende des Schuljahres die große Präsentation für die Schüler aller 6. Klassen im Schulverband.
  • Die Jahrgangsstufenfahrt 6 nach England ist für Schüler aus allen drei Schulen des Schulverbandes Aachen Ost geöffnet.
  • Bei besonderen Veranstaltungen der Einzelschulen laden wir uns gegenseitig bevorzugt ein, z. B. bei  der „European-Studies“- Fahrt nach Brüssel, bei der jährlichen Veranstaltung im Rahmenprogramm des „Internationalen Aachener Karlspreises“, bei Theateraufführungen u. a.m.
  • Zur optimalen Beschulung von Jugendlichen ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse kooperieren die drei INT-Koordinatorinnen untereinander  und mit dem „Kommunalen Integrationszentrum Aachen (KI). Sie tauschen ihre Einschätzungen der Jugendlichen aus und ermöglichen diesen einen frühzeitigen Wechsel in die Internationale Klasse der Partnerschule, um eine perspektivisch sinnvolle Integration in das Regelschulsystem zu ermöglichen.
  • Die drei gebundenen Ganztagsschulen halten für alle Schüler der drei Einrichtungen ein zusätzliches Förderangebot vor:  

Lehramststudentinnen der RWTH stehen Montag, Mittwoch und Donnerstag wechselweise in den Schulen zur Verfügung, um bei Lernaufgaben, bei der Vorbereitung auf Klausuren und Referaten oder dem Einüben von Lernstrategien zu helfen.

  • Bei verschiedenen Veranstaltungen treten die Schulen gemeinsam in der Öffentlichkeit in Erscheinung (z. B. beim Multi-Kulti-Fest im Aachener Osten).

Zur Umsetzung dieser Ziele tagen die Schulleitungen der drei Schulen in sehr engen Abständen. Je nach Aufgabenverteilung arbeiten Vertreter überdies in gemeinsamen Teilkonferenzen zusammen, um Projekte weiterzuentwickeln. (z. B. Fachschaften Kunst, Koordinatorinnen der Internationalen Klassen, Fachschaftsleiter) Die Leitung des Schulverbandes routiert  jährlich zwischen den Schulleitungen.

2016/17            Geschwister-Scholl-Gymnasium

2017/18            Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße

2018/19            Hugo-Junkers-Realschule

Im November jeden Jahres zieht der Schulverband im „Beirat des Schulverbandes“ Bilanz und beschließt die übergeordneten Ziele für das folgende Schuljahr.  Mitglieder sind hier neben den Schulleitungen, Vertreter der Schulkonferenzen sowie Vertreter der Stadt Aachen und der Bezirksregierung.

Berufswahlorientierung

Um unsere Schüler gezielt auf die Berufswelt vorzubereiten, haben wir seit vielen Jahren ein umfassendes Konzept zur Berufswahlorientierung entwickelt und regelmäßig evaluiert. Alle schulischen Maßnahmen zur Berufswahlorientierung sollen die Eigeninitiative der Schüler fördern und die Schüler bei der Entwicklung von Berufswahlkompetenz unterstützen.

Zu den Bildungszielen des Gymnasiums gehört auch der Erwerb von Berufswahlkompetenz. Dies bedeutet:

  • allgemeine Kenntnisse zur Berufswelt
  • Kenntnis von Anforderungen und notwendigen Qualifikationen
  • Kenntnis eigener Interessen, Neigungen und Fähigkeiten
  • Entwicklung und Erprobung eigener Vorstellungen
  • Fähigkeit, sich Informationen zu beschaffen
  • persönliche Entscheidungsfähigkeit.

Die Berufsfindung sollte in einem länger andauernden, rechtzeitig beginnenden Prozess erfolgen, der die Schüler befähigt, eine kompetente Entscheidung hinsichtlich ihrer Berufswahl zu treffen. Dazu wurde am GSG ein für alle Schüler verbindliches Schulcurriculum entwickelt.

Das Konzept zur Berufswahlorientierung am GSG gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase: Allgemeine Orientierung, Information und individuelle Beratung (Klasse 8 und 9)
  • Phase: Erprobung eigener Vorstellungen (Jahrgang EF)
  • Phase: Entscheidungsfindung (Jahrgang Q1 und Q2).

Überblick über die Berufswahlorientierung am GSG

Jg. Thematik Beteiligte Perspektive BWO
5 – 9 ·     diverse Unterrichtsbeiträge zur Arbeitswelt Schule kennenlernen
6 – 7 ·     Vorbereitung und Teilnahme am Girls‘Day bzw. Boys‘Day Schule/Betrieb erkunden
8 ·     Potentialanalyse: Interessenerkundung und Kompetenzfeststellung; Einführung Berufswahlpass NRW

·     Projekt: „Zeitung in der Schule“; Berufe rund um die Zeitung; Betriebserkundung im Zeitungsverlag

·     individuelle Berufsfelderkundungen an drei festgelegten Terminen

Schule/Externe
Schule/Betrieb
Schule/Betrieb
erkunden
untersuchen,
anwendenerkunden
9 ·     Thema „Betrieb“ im Politikunterricht

·     Teilnahme am Girls’Day bzw. Boys’Day als Berufsfelderkundung

·     berufliche Beratungsgespräche und „Koordinierte Übergangsgestaltung mit Anschlussvereinbarung“

·     Thema „Bewerbung“ im Deutschunterricht; Erstellung persönlicher Bewerbungsunterlagen, Bewerbungstraining bei der Sparkasse

·     Vorbereitung des Praktikums; Bewerbung um eine Praktikumsstelle

·     Besuch der ZAB-Messe „Zukunft, Ausbildung, Berufswahl“

·     Vorbereitung: Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe

·     Betreuung der Abgänger (Informationen; Beratungsgespräche)

Schule

Betrieb

Schule
Schule/Sparkasse
Schule/Betrieb

Externe

Schule

Schule

allgemeine

Orientierung

anwenden
zunehmende Konkretisierung

EF.1 ·     Unterrichtseinheit zur Anfertigung von Praktikumsberichten

·     vierzehntägiges Betriebspraktikum

·     Besuch des BIZ

·     Berufsinformationsveranstaltung der Arbeitsagentur

·     Praktikumsbericht

Schule

Betrieb

Arbeitsagentur

Arbeitsagentur

Schule

Test eigener
Fähigkeiten
und Neigungen
EF.2 ·     zweitägiges Seminar: Ziele und Arbeitsformen der Oberstufe, Kommunikation und Rhetorik, Präsentationstechniken, Teamwork Externe anwenden
Q 1.1 ·     zweitägiges Berufswahlvorbereitungsseminar

·     SAM on TOUR der RWTH Aachen im GSG

·     Teilnahme an den Hochschultagen z. B. der RWTH und der FH Aachen

·     Talentscouting, Programm zur Unterstützung bei der Berufsfindung in bildungsfernen Familien (Einzel-/ und Gruppenberatungen)

Externe

Hochschule

Hochschule

Hochschulen

allgemeine

Orientierung

Q 1.2 ·     berufs- und studienkundliche Vortragsreihen der Arbeitsagentur und der Hochschulen

·     Test-AG zur Vorbereitung auf Einstellungstests

Arbeitsagentur/
HochschuleSchule/Sparkasse
allgemeine
Orientierung
Q 2 ·     Möglichkeit der wiederholten Teilnahme an den Aktivitäten der Jahrgangsstufe Q1 s. o. s. o.
 

·     Link zum FINDER (offizieller Studienführer für Deutschland) auf der Homepage des GSG

·     Informationsabend zur BWO „Schüler fragen Experten“ für Jg. 9, EF, Q 1 und Q 2 (über 30 ehemalige Schüler des GSG, Eltern sowie Freunde und Förderer stellen auf dieser Berufsinformationsbörse in der Schule ihre Berufe und den Weg dahin vor – von Ausbildungs- bis zu Hochschulberufen)

·     in jedem Halbjahr regelmäßige Präsenztage der Berufsberatung der Arbeitsagentur Aachen im GSG

·     Beratungsgespräche, insbesondere für Abgänger

·     in jedem Halbjahr Exkursionstage für Leistungs- und Grundkurse

·     Präsenzbibliothek zur Berufswahlorientierung (Blätter zur Berufskunde, Bewerbung usw.)

·     spezielles „Schwarzes Brett“ für Informationen zur BWO

 

Beratung

Am GSG gibt es ein Beratungsteam. Dieses Team versteht sich als Teil eines Systems, welches die Beratungstätigkeit der Lehrer unterstützt und ergänzt. In kooperativer Zusammenarbeit tragen Beratungsteam, Klassen- und Fachlehrer und  Schulleitung dazu bei, die Schüler in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung bei Bedarf und Schwierigkeiten zu unterstützen und zu fördern.

Neben den Beratungen zur Schullaufbahn und Berufsberatung bietet die Schule zusätzliche Hilfestellung bei persönlichen Problemen.

Unser männlicher Schul- und Sozialberater ist nahezu während der gesamten Unterrichtszeit anwesend und ansprechbar. Die beiden Beratungslehrerinnen bieten feste Sprechzeiten sowie individuelle Termine an. Gespräche werden absolut vertraulich behandelt.

Der Beratungslehrer steht bei der Schülerberatung den Schülern für ihre
persönlichen Probleme in Schule und Alltag jederzeit als Ansprechpartner zur
Verfügung. Die Schüler werden entweder bei Auffälligkeiten zu einem  Gesprächstermin eingeladen oder sie können selber Termine zu einem Gespräch vereinbaren.

Bei Erziehungs- und Verhaltensproblemen wird in der Einzelfallberatung  nach individuellen Lösungen gesucht oder es werden Zielvereinbarungen mit dem Schüler getroffen, die in Absprache mit den Klassenlehrern entsprechend umgesetzt und begleitet werden. Gegebenenfalls wird auch gemeinsam mit Eltern nach Lösungen gesucht oder es werden auch hier Absprachen getroffen. Es ist uns wichtig, die Eltern in den Erziehungsprozess bei Verhaltensauffälligkeiten mit einzubinden.

Auch bei Prüfungsängsten, Konzentrationsproblemen, starken Belastungen kann man in der Beratung Hilfstechniken an die Hand geben, besser mit solchen Situationen umzugehen. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere persönliche Themen, mit denen sich
Schüler vertrauensvoll an die Beratungslehrer wenden können. Im Gespräch wird versucht, dem Schüler die eigenen Stärken (Ressourcen) und Schwächen bewusst zu machen und  gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

(1) Im Rahmen des Diversity Managements berücksichtigen wir von vornherein und regelmäßig die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, die positive Wertschätzung der individuellen Verschiedenheit, das Erreichen einer produktiven Gesamtatmosphäre, das Verhindern der sozialen Diskriminierung von Minderheiten und die Verbesserung der Chancengleichheit.

Die Im Konzept enthaltenen Angaben beziehen sich grundsätzlich auf die weibliche als auch auf die männliche Form. Zur besseren Lesbarkeit haben wir auf die Bezeichnung der weiblichen Form verzichtet.