Hinweise zum Ramadan 2026

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Eltern,

am Abend des 18.02.2026 beginnt für alle Muslime auf der Welt der Fastenmonat Ramadan. Auf diesem Weg wünsche ich allen muslimischen Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern und ihren Angehörigen einen friedvollen und schönen Ramadan und wünsche euch und Ihnen eine bereichernde Zeit.

Als Schule ist es uns wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler auch in dieser Zeit zu unterstützen und Rücksicht zu nehmen, um ihnen eine gute Fastenzeit zu ermöglichen.

Ich bitte die Kolleginnen und Kollegen daher auf fastende Schülerinnen und Schüler angemessen Rücksicht zu nehmen. Dies bedeutet z.B., dass auf übermäßige Ausdauerleistungen im Sport in dieser Zeit verzichtet werden sollte. Weiter unten habe ich praktische Tipps für Lehrkräfte verlinkt, um die Schülerinnen und Schüler im Fastenmonat zu unterstützen.

Wir bitten aber dennoch um Verständnis, dass das Schulleben und der Unterricht weitergeht und dass wir von den Schülerinnen und Schülern auch Leistungen erwarten müssen.

Die Kommunen in Deutschland beschäftigen sich seit einiger Zeit damit, wie Schülerinnen und Schüler in der Fastenzeit unterstützt werden können. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Gedanken mit auf dem Weg geben und auf die Info-Flyer der Stadt Berlin-Neukölln verweisen.

Ramadan im Schulalltag: praktische Tipps für Lehrkräfte

https://www.demokratie-leben.de/dl/projektpraxis/magazin/wie-schon-wieder-ramadan–253574

Hinweise und Empfehlungen der Stadt Berlin-Neukölln

https://www.modul-berlin.de/wp-content/uploads/2021/05/Ramadan-und-Schule-Neukoellner-Empfehlung.pdf

Ich würden Ihnen und euch aus den Empfehlungen einige Gedanken hier weitergeben:

  • Fasten ist eine bewusste Entscheidung jedes Einzelnen. Fasten ist wie Beten eine Sache zwischen Mensch und Gott – es geht andere nichts an, ob jemand fastet oder nicht fastet. Es darf niemand herabgewürdigt werden, wenn er oder sie nicht fastet und genauso darf niemand diskriminiert werden, wenn er oder sie fastet. Wer wahrhaftig fastet, muss dies nicht seinen Mitschülern mitteilen.
  • Sollten Schülerinnen und Schüler, die noch nicht in der Pubertät sind, sich entschließen zu fasten, bitte ich die Eltern auf ein kindgerechtes Fasten zu achten. Es wichtig, eine gesundheitliche Gefährdung auszuschließen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Kinder und Jugendliche, die fasten wollen, sollten etwas zu essen und zu trinken mit in die Schule nehmen. Sie sollen das Fasten unterbrechen können, wenn gesundheitliche Probleme auftreten.
  • Während des Fastens müssen schulische Verpflichtungen wahrgenommen werden. Dies betrifft die Anwesenheitspflicht, Leistungsüberprüfungen und auch den Sportunterricht. Wir versuchen aber, die Schüler durch den Verzicht auf größere Ausdauerbelastungen in dieser Zeit zu unterstützen. Ich bitte die Lehrerinnen und Lehrer, Leistungsüberprüfungen möglichst früh am Tag zu schreiben.
  • Grundsätzlich ist es nicht erwünscht, dass schulische Leistungen schlechter werden. Das Fasten kann verschoben werden, wenn zu befürchten ist, dass sich die Leistungen in Prüfungen, Klassenarbeiten und Klausuren wegen des Fastens verschlechtern würden. Bitte haben Sie die Versetzung im Juli 2026 im Blick.
  • Die Schule kann ein häufigeres Abmelden vom Unterricht wegen gesundheitlicher Probleme aufgrund des Fastens nicht gutheißen. Wir bitten daher die Erziehungsberechtigen, dies mit ihren Kindern zu thematisieren.

Allen muslimischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen wünsche ich einen besinnlichen und bereichernden Ramadan.

Herzlichst,

Kai Lehniger, Schulleiter